Derrick Carter
vs.
Mark Farina
supported by
Amir Javasoul
Es war ein Freitag, auf den ich mich schon lange gefreut hatte. Ein VW-Bus war gemietet, die Sachen waren gepackt, also ab in die belgische Stadt, in der gewisse Autos mit nem Blitz im Kühlergrill gebaut werden. Dass alle ihre Gründe hatten, nicht mit zu kommen sollte mich nicht abhalten. Antwerpen machte mir mal wieder klar, warum ein Navigationssystem bei mir Sinn hätte. Auch die Einheimischen wussten nicht genau, welches Gebiet auf dem Ausdruck des Routenplaners abgebildet war und so irrte ich erstmal eine Weile recht planlos (wie so oft eben) in der City umher. Erst die Recherche bei einem Taxifahrer ergab, dass ich sogar ganz in der Nähe war. Die Schaufensterpuppen waren lebendig und versuchten die Passanten zu verführen, doch direkt gegenüber war es auch schon: Cafe d’Anvers! Endlich geschafft…
Ich war trotz allem noch vor 0:00 dort und hatte keinerlei Probleme, reinzukommen. Die beeindruckende Location war schon gut besucht und die Party war schon längst angelaufen. Der - fürs WarmUp geladene - Artist aus Frankreich sorgte schon früh für einen hohen Schweißfluss und für jede Menge sich aneinander reibende Köper. Sehr schnell war es schon nicht mehr möglich, umzufallen ohne einen Dominoeffekt zu verantworten. Der Laden war voll, voll mit Menschen, deren Sprache ich nicht verstand. Wen interessiert schon die Sprache, wenn es darum geht, zu amerikanischem Housesound abzufeiern?! Amir Javasoul gab schon mächtig Gas und lieferte treibende Beats vom Feinsten. Derrick Carter und Mark Farina brachten die Leute dann endgültig zum ausflippen. Dieser unwiderstehliche Sound sorgte dafür, dass still zu stehen zur Unmöglichkeit wurde. Ich hab selten eine derart große Menschenmasse zu so guter Musik so abgehen sehen. Die Stimmung und die Atmosphäre waren unbeschreiblich gut. Normalerweise stumpft die Stimmung ja im Verlauf des Abends etwas ab, nicht aber an diesem Abend. Um fünf überlegte ich mir, dass ich mal so langsam den Heimweg antreten sollte. Wie sich herausstellte war es aber nicht ganz so einfach. Ich war zweifellos im Bann der Musik gefangen. Irgendwann nach sechs Uhr morgens hab ich es dann doch noch geschafft, mich loszureißen und die Heimreise anzutreten. Den Stempel auf meinem Handgelenk hätte ich mir am liebsten versiegelt, um auch später noch glauben zu können, dass ich einer solch genialen Party beiwohnen durfte.
Auf der Startseite findet ihr einen kurzen Videozusammenschnitt und auch eine kleine Hörprobe.
Die Bilder vom gesamten Wochenende sind mir leider durch ein Missgeschick verloren gegangen…. :-(