Wieder eine Woche weniger, die man bis zum Jahresende bestreiten muß. So richtig wußte ich noch nicht, was ich an diesem Samstag anstellen sollte. Auch wenn er es im U60 geschafft hatte, durch eine ungenügende Vorstellung meinen Tanztrieb abzutöten, wollte ich mir dann doch anschauen, was er im Creme21 zu Stande bringen würde und gab Mousse T. noch eine Chance. Da mal wieder klar war, daß es sehr bald sehr voll werden dürfte, begab ich mich früh an den Ort des Geschehens, um hier und da noch den ein oder anderen Tanzschritt unterbringen zu können. Wie sich herausstellte war ich aber etwas zu früh dort, denn als ich mich durch die Schlange gekämpft hatte, mußte ich feststellen, daß die Anzahl meiner weiblichen Begleitungen zu gering war. Zu so früher Stunde wollten die Türsteher leider keine einzelnen Kerle reinlassen, um die Konzentration der männlichen Hormone gering zu halten. Als ich eine viertel Stunde später einen zweiten Anlauf versuchte gelang mir der Eintritt und für 8 Euro konnte ich mich vom Schlangestehen etwas aufwärmen. Ein Plätzchen auf der Tanzfläche war auch noch für mich frei, um mich ein klein wenig weiter aufzuheizen und das WarmUp von Oliver Garcia zu geniesen. Oliver startete bei relativ deepen Vocalsounds und steigerte sich schnell, als er sah, daß die Tanzfläche etwas bevölkert war. Schon bald konnte von "WarmUp" keine rede mehr sein und er gab richtig Gas. Ich muß zugeben, daß ich teilweise von der Härte und Untergründigkeit überrascht war, weil ich das hier nicht erwartet hätte. Schon nach einer Stunde war es mir etwas zu eng geworden. Ich wechselte zu einem abgelegenerem Plätzchen und hoffte darauf, daß sich doch mal eine Lücke ergebe. Meine Wünsche erfüllten sich leider viel zu selten und viel zu kurz! Pünktlich zur übergabe an den Gaststar Mousse T. konnte die Feier also in eine Stehparty übergehen.
Auch wenn er einige gute Scheiben im Gepäck hatte, war die Qualität seiner Arbeit bei weitem nicht die, die man hätte erwarten können. Weder die Stiltreue der aneinandergereihten Trax noch die Übergänge, die er sich meistens sowieso sparte, stimmten. Wenigstens gab es immer mal wieder ein paar Tunes, auf die man tanzen konnte. Die Darbietung von Mousse T. hätte wohl so mancher Anfänger auch erbringen können, hätte man ihm die Platten gegeben. Vielleicht sollte er doch besser beim Produzieren bleiben...
Wenn auch die Ohren manchmal leiden mußten, wurden die Augen fast durchgehend verwöhnt (das gilt zumindest für die männlichen Besucher). Leider konnte die Person, die mich mit ihrem bezaubernden Lächeln dazu überredet hatte, hier her zu kommen, doch nicht dazu gezählt werden.
Auch wenn die Musik nicht immer nach meinen Vorstellungen war, konnte ich die Party doch geniesen, wenn auch schon um halb fünf die Lichter an gingen (warum eigentlich so früh?????).