Für Freitag gab es mal wieder einen Grund, wegzugehen. Es stand ein Besuch aus Chicago auf dem Terminkalender. Janel Roland wurde angehalten, für die Beschallung auf einer sog. Loft-Party im Karlsruher Gotec zu sorgen. Der Name der Location ließ vermuten, dass es sich hier wohl normalerweise um einen Ort für eine andere Musikrichtung handelt. Gefunden haben wir die Adresse relativ problemlos. Nachdem wir dann erstmal den falschen Eingang benutzt hatten, war unser Ziel dann doch irgendwann erreicht. Nico Teleki und Byoto i sorgten schon mal für das WarmUp. Der geringe Support der Housemusik-Kenner war deutlich an den geringen Besucherzahlen zu erkennen. Schade, denn als Janel die Turntables aus ihrer Plattentasche fütterte war klar, dass wir hier richtig waren. Wenn auch die Elemente stellenweise etwas deep waren, so verlockten einen doch die groovigen, amerikanischen Beats dazu, den Bann der Bewegungslosigkeit zu brechen. Die Unterstützung ihres Sets mit ihrer Gesangsstimme war leider nicht sehr gut zu hören. Ich bin mal gespannt, was sie am 22.05. im 190east in Frankfurt vollbringt.
Die Auswahl an Partys, die sich mir für Samstag bot, war leider so unfruchtbar, dass ich meinen Ausweichhafen anlief. Mein Interesse im Vorfeld an der Pacha-Night im Loft-Club war mehr als überschaubar. Ich machte mich also auf den Weg ins Loft und als ich dort angekommen war, hielt sich auch mein Erstaunen über einen wenig gefüllten Club in Grenzen. Nick Curly kümmerte sich mal wieder um den Support und hatte echte Mühe, ein paar Leute auf die Tanzfläche zu ziehen. Auch ich war in dieser Nacht schwer in Fahrt zu bekommen. Erst als der erste Gast schon angefangen hatte, bekam ich so langsam mal meinen Arsch etwas hoch und ließ mich von der Musik mitreißen. Die musikalische Gestaltung war vielleicht ein bisschen zu trancig und ein wenig zu un-housig, aber treibend war es allemal. Das zeichnete sich auch daran ab, dass die feiernden Massen vor dem Arbeitsplatz des DJs immer größer wurden und sich das ganze Loft bewegte. Gerade, als ich gefragt wurde, wie ich denn mit dem Abend zufrieden sei und ich ein positives Urteil abgab, übernahm wohl gerade Gast Nummer zwei die Tonabnehmer in die Hand. Es war plötzlich nicht mehr ganz nach meinem Geschmack. Meine Motivation zur Bewegung sank wieder. Die Tänzerinnen auf dem Podest waren zwar angenehm anzusehen, aber besondere Tanzeinlagen waren nicht geboten. Da war teilweise bei den Normalfeiernden mehr Akrobatik zu sehen. Ich verlor dann doch irgendwann die Lust und stellte fest, dass der Morgen momentan schon vor fünf Uhr graut.