Freitag: Nach drei Jahren Zusammenarbeit kann man ruhig mal wieder ne Party veranstalten, dachten sich wohl die drei Rajos Nick, Ray und Johnny. Das Jubiläum feierten sie im Lagerhaus auf zwei Floors. Wie wohl auch der Großteil des gesamten Rhein-Neckar-Kreises machte ich mich (in Verkleidung) auf den Weg ins Lagerhaus, um mit ihnen zu feiern. In der Vergangenheit sind sie bei mir nicht immer gut weggekommen, das sollte aber in dieser Nacht keine Rolle spielen.
Auf einen Floor festlegen wollte ich mich bei dieser Veranstalung nicht. Ich wechselte immer mal wieder die Etage. Ich mußte leider hinnehmen, daß lange Zeit weder oben, noch unten genügend Platz war zum Feiern, auch wenn die Musik richtig angeheizt hat und die Gliedmaßen in Schwingung versetzen wollte. Es war leider so überfüllt, daß selbst das Wechseln der Position zu einer leidigen Angelegenheit wurde. Geduldig wartete ich ab und stürzte mich auf jede Lücke, die sich mir bot. So schaffte ich es dann doch noch irgendwann, meinen Bewegungsdrang einigermaßen zufrieden zu stellen und im Schweiß zu baden. Auch wenn einige der Leute unbekümmert feierten, waren andere wohl mit weniger guter Laune angereist und verbreiteten teilweise eine etwas negative Stimmung. Das lag aber vielleicht auch an den bei weitem nicht ausreichenden Platzverhältnissen. Ich kann nur sagen, daß es eine richtig gute Party, mit geiler Musik und viel zu vielen Leuten war.
Samstag: Die letzte Nacht noch in den Knochen schleppte ich mich unter die Dusche, um den wohlverdienten Schweiß den Abfluß runter zu spülen. Es kann wieder gefeiert werden! Die Fahrt nach FT bedeutete nicht, daß ich plötzlich ein Fun-Anhänger geworden war. Ich spielte nur die Transporteinheit für nen guten Kumpel, der mich am Vortag auch tanztechnisch unterstützt hatte. Es ging natürlich ins Loft, um das Wochenende gebührend ausklingen zu lassen. Wie ich es schon vermutet hatte war das Loft leider nicht so gut gefüllt, wie es hätte sein sollen an diesem Abend. Nick machte mal wieder das WarmUp und war damit beschäftig, die Feierwilligen auf die Tanzfläche zu ziehen, um sich sein Feedback zu holen. Ich ließ mich nicht lange lumpen und knüpfte dort an, wo ich am Vorabend aufgehört hatte. Dabei viel mir auf, daß Nick seit der letzten Sommerpause wohl an seinem Stil gearbeitet hat. Er ist nun etwas härter, als zuvor aber auch etwas kommerzieller.
Das Loft füllte sich doch noch auf ein angenehmes Maß und auch die Tanzfläche wurde etwas lebhafter. Als die Gäste das Ruder übernahmen war musikalisch erstmal ein Einbruch zu verzeichnen, bei dem es vielen wohl etwas schwerer viel, zu feiern. Während sich die meisten, die man zuvor auch im Lagerhaus getroffen hatte verabschiedeten steigerten sich M.A.N.D.Y. immer weiter. Die Musik bewegte sich langsam auf den zu erwartenden Härtegrad zu und gewann auch gleichzeitig an Triebkraft. Die beiden gaben richtig Gas, ohne sich in der Alltagsmusik festzufahren. Man merkte allerdings, daß es einigen Loftlern wohl doch etwas zu hart wurde, da sie zunehmend das Feld räumten und mir Platz auf der Tanzfläche machten. Wie hätte ich da ablehnen können?! Der Spruch "Ich komm mir vor wie im Baumarkt, weil's einfach nur Hammer ist" hat mich schon etwas amüsiert, aber damit traf derjenige den Nagel auf den Kopf. Die tonnenschweren Beine gerieten in Vergessenheit, als ich mich von der Musik mitreißen ließ. Ich konnte einfach nicht still stehen bleiben, während die Beats mein Trommelfell massierten und einen Zwang zur Bewegung auslösten. Da ich mir am Tag zuvor meine Kräfte gut eingeteilt hatte und schon um fünf gegangen bin, konnte ich auch hier bis zur selben Zeit durchhalten.
Das war mal wieder ein richtiges Feierwochenende!!!!