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Berlin Express mit Tobi Neumann,
Ray Okpara, Jérome und Mario Mark
Der Stress und die Hektik der Arbeitswoche hinter sich gelassen, konnte man getrost den Samstag auf sich zu kommen lassen. Bei dem Highlight des Samstages störte das regnerische Wetter nicht besonders, denn es handelte sich ganz klar um eine Indor-Veranstaltung. Für mich war die beste Alternative der Region an diesem Abend ganz klar das Loft, das sich den Herrn Neumann zur musikalischen Gestaltung des Abends eingeladen hatte. Der Beginn der Nacht vermittelte mir in meiner Homebase - dem Loft-Club - ein eher merkwürdiges Gefühl, einer der letzten einer - vom aussterben bedrohten - Dinosaurierart zu sein. Ich (=alter Sack) war anfangs noch allein unter unbekannten, jungen Hüpfern. Nebenbei bemerkte ich, dass die Location nicht ganz so gut besucht war, wie man es bei dem angekündigten Gast hätte vermuten können. Wie wenn Unheil auf der Tanzfläche drohen würde, war sie doch sehr lange praktisch unberührt. Ich nehme an, dass Ray versuchte, mit seinem WarmUp die Feierwilligen auf die Tanzfläche zu ziehen. Wenn die Musik, mit der er dies versuchte auch gut war, so war er - stiltechnisch gesehen - doch eher sprunghaft und gab mal etwas mehr Gas und dann wieder etwas weniger. Kurz vor dem Ende seiner Schicht schaffte er es dann doch noch, der Tanzfläche Leben einzuhauchen. Ich weiß nicht, an wen er seinen Arbeitsplatz dann übergab; ob es Jérome, oder Mario Mark war. Mich würde es schon allein deshalb interessieren, damit ich diesen Artisten dann in meine „auf keinen Fall wieder“-Liste eintragen kann. So etwas hätte er im Kinki vor ein bis zwei Jahren spielen können. Einigen willenlosen schien es ja dennoch zu gefallen. Wäre nicht noch ein Tobi Neumann auf dem LineUp gewesen, hätte ich meinen persönlichen Frühgeh-Rekord aufgestellt und wär wohl schon um halb zwei gegangen. So hab ich mich dann in eine Ecke verzogen und hab diese - endlos scheinenden - ein einhalb Stunden abgesessen. Schon beim ersten Übergang, den der Hauptgast einleitete, kündigte sich für die Musik ein Sturzflug in den Underground an. Auch ohne die Fähigkeit, zu sehen, wär klar gewesen, wer jetzt für die Beschallung sorgt. Bis auf ein paar wenige Abweichungen hielt Steuermann Neumann den Kurs und führte uns durch Klangwelten, wie ich sie mir von Anfang an gewünscht hätte. Manch einem waren Tobi’s groovige Tech-House-Beats wohl etwas zu unkommerziell, sodass es mehr Platz für uns gab, um zu diesem Sound abzugehen. Schon bei der ersten Platte des Berliners (nicht der zum essen!) war das, was sich da vorher abgespielt hatte, vergessen. Schade, dass dann doch irgendwann Schluss war!