Auf einen Sprung bin ich am Freitag mal ins Soho geschländert um mir den Geburtstag³-Clash anzuschauen. Natürlich war ich viel zu früh da und stand erstmal ne Weile in der Gegend rum. Ich werde deshalb aber nicht damit anfangen, mir die Erscheinungsgewohnheiten des Satndard-Clubbers anzueignen. Mit fortschreitendem Abend füllte sich das Soho immer schneller und schon bald war nur noch eine Atmung über das Zwerchfell möglich, da sich der Brustkorb nicht mehr hätte ausdehnen können. Es hätte ein Schild aufleuten sollen "Zum Ändern der Meinung ist kein Platz mehr...". Auch wenn ich die "Clash-Crew" noch nicht zusammen im Soho gehört hatte, konnte ich mir schon gut vorstellen, wo sich die musikalische Auswahl hinbewegen würde. Eine Enttäuschen um Puncto Musik ergab sich nicht. Es wäre gut tanzbar gewesen, wenn denn Platz gewesen wäre. Grund zum Feiern gab es an diesem Abend gleich mehrfach. Nicht nur das einjährige Clash-Bestehen, Nick's Geburtstag und den zehn Jahren Vinyl von Stefano, sondern auch der Geburtstag einer guten Freundin: HAPPY BIRTHDAY (nochmal) Mel und Nick!!!
Auch wenn es doch eher unüblich für mich war, verdrückte ich mich schon kurz vor zwei, weil mir die Aggressivität und das ständige Gerämpel mächtig auf die Nerven ging.
Frisches Blut war für's Loft angekündigt. Moonbootica standen auf dem Programm. Das weckte natürlich die Hoffnung in mir, mal wieder etwas Abwechslung für die Ohren zu bekommen. Wie in letzter Zeit praktisch immer kamen die Leute mal wieder spät, um die Party zu beginnen. Vielleicht kommt es ja daher, daß die Leute einfach nichts mehr auf dem Kasten haben. Statt früh zu kommen und dann mitten in der Nacht wieder abzuhauen, kommen sie lieber spät und bleiben dann bis zum Schluß, weil das ja ehrenhafter aussieht. Naja, lassen wir das...
Als das Loft dann doch endlich voll war und Ray so langsam auf das Ende seines WarmUps zumarschierte war die Party auch endlich angelaufen. Die Leute feierten und tanzten und suchten nach nem Platz, wo sie noch mehr feiern und tanzen konnten (so ging es mir zumindest). Ein Moonbootist (einen zweiten hab ich nicht gesehen) übernahm dann auch die Kontrolle über die Beschallung. Leider auf Kosten des guten Underground-Sounds! Ich frag mich manchmal wirklich, wer den Gast-DJs sagt, was im Loft für Musik läuft. Es muß wohl irgendwo eine CD rumgereicht werden, was im Loft zu spielen ist. Bitte zerstört das Ding und all seine Duplikate! Da steht wohl irgendwas drauf wie "Alltimes Loft-Hitparade" (auf meiner steht "...was ich schon lange nicht mehr hören will...").
Zum Glück hatte er wohl nicht genügend dieser "Burner" eingepackt und kurierte meine Ohren wieder mit ein paar guten Liedern. Ray leitete dann auch bald die Schlußoffensive ein und sorgte dafür, daß ich wieder mit etwas mehr Genuß feiern konnte.