25.12.2003
Die erste Hürde dieses - von mir sooo geliebten - kommerzialisierten Weihnachtsfestes war genommen. Der Heilig Abend war hinter uns und viele haben das bekommen, worum es den meisten nur noch bei diesen christlichen Feiertagen geht: Die Geschenke. Der Kalender verriet mir, daß es der erste Weihnachtsfeiertag war. Das Datum des letzten Karotte-Marathons für dieses Jahr. Durch eine glückliche Fügung des Schicksals konnte ich nun doch an diesem Fest teilnehmen und mußte mir nicht in China den Arsch abfrieren (was aber nur aufgeschoben ist....). Die Partynacht begann für mich wie viele der bisher bestrittenen Marathon-Sets: Erstmal ein bisschen in der Schlange stehen. Dank an das Türpersonal, die mich durch einen kurzen Zuruf dann doch vor dem Kältetod bewahrt haben!!! Im warmen Inneren angekommen mußte ich dann zusammen mit meinem gerade gewonnenen neuen Freund - dem Schokoweihnachtsmann - feststellen, daß es garnicht soo voll war, wie die Schlange vor der Tür vermuten lies. Aber das war ja auch nichts neues für mich und konnte sich schnell ändern. Wie immer, wenn Karotte meine Homebase besucht, begab ich mich ohne langes Zögern auf die Tanzfläche, denn die Minuten waren gezählt, bis ich vom Feld verdrängt würde. Karotte schob wie immer mit einem WarmUp an, das den nutzbaren Platz auf der Tanzfläche schon bald durch die - dadurch hervorgerufene - Bevölkerung reduzierte. Mal wieder steigerte er sich früh und brachte den gut gefüllten Club in Bewegung. Scheinbar zog er die Menschenmassen alle in Richtung DJ-Pult, denn je weiter man sich davon entfernte, desto mehr Platz (und Luft) konnte man geniesen. So ergab es sich, daß ich doch immer wieder ein Plätzchen fand, an dem ich mich gehen lassen konnte. Die nötige Bewegungsfreihet war also vorhanden, um die Sohlen ihrer Profiltiefe zu berauben, aber was war mit der Musik? Die - immer wieder eingeworfenen - musikalischen Sahnestücke wurden gnadenlos durch irgendwelche Kommerzscheiben oder sonstige unpassende Tracks ausgeglichen. Auch wenn Karotte zweifellos mal wieder seinen Spaß an den Plattentellern hatte und auch einen gewissen Anteil des Feiervolks auf seine Seite gebracht hatte, war für mich die Grundlage zum Durchtanzen genommen. Auch andere, die ich eher zu den Party-Settern zählen würde hörte ich immer wieder laut fragen, was der denn da vorne treibe. Auch wenn das einige nicht so sehen, hat Karotte erst kurz vor fünf angefangen, richtige Bretter aufzulegen. Einigen war es wohl zu hart; ich fand es einfach nur genial und konnte meine Füße nicht mehr still halten. Leider war dann wieder kurz vor dem - viel zu frühen - Ende Schulß mit der Bretter-Einlage. Das war wohl eines der frühesten Ende eines Marathon-Sets von Karotte (der für das vorzeitige Beschließen das Abends wohl nichts konnte). Der 25. Dezember war zweifellos ein Feiertag. Für manche mehr, für einige weniger....
Ich hoffe, daß Peters nächste Besuche im Loft besser werden!
27.12.2003
Samstag, der eigentliche "Feiertag", den wir fast jede Woche geniesen können. Das Party-Angebot war mal wieder nicht sehr ergiebig und es war schwer, ein Ziel festzulegen. Wir entschlossen uns, mal wieder in nördlicher Richtung abzudriften und in F-Town eine Party zu besuchen. Wir beschlossen, das 190east mit unsrer Anwesenheit zu beglücken. Die Türsteher der Location waren von unsrer Idee anscheinend nicht begeistert und leiteten uns am Eingang vorbei. Etwas gefrustet entschlossen wir uns, dann doch ins Robert-Johnson weiterzufahren. Bei meinem ersten Besuch dort konnte ich mir ja leider kein richtiges Urteil über den Laden bilden, da man vor lauter Menschenmassen den Club nicht erkannte. Auch wenn mir die Namen der beiden Gäste unbekannt waren, machte mich der Vorbericht etwas neugierig, da von "technischer Perfektion" die Rede war. Alss wir den Club geentert hatten war gleich klar, daß dieses mal keine Platzangst aufkommen würde. Die Location machte einen guten Eindruck auf uns, auch wenn alles etwas schlicht gehalten war. Auch wenn sich die Menschenkonzentration eher dezentral war, konnte man sagen, daß die Musikberieselung schon lange im Gange war. Mein Bedarf (wenn man bei mir überhaupt davon sprechen kann) an Disco-House war schnell gedeckt und ich feierte jede Abwechslung in Form von Acid-House und Electro gleich doppelt. Es waren fast durchgehend richtig alte Platten zu hören, die man meist nur von den populären Remixen kannte. Da wir uns nicht so richtig für die Musik begeistern konnten suchten wir uns den ein oder anderen Blickfang, der unsre Laune heben konnte.
Was mich an diesem Abend verwunderte war der Versprochene "Mix-Wizzard". Nach den ersten paar Übergängen dachte ich mir noch, daß das garnicht schlecht ist, da offensichtlich die Antriebe der Technics-Plattenspieler ausgefallen waren. Zu meinem Erstaunen drehten sich die Plattenteller doch selbstständig. Vielleicht war auch ein defekter Kopfhörer dafür verantwortlich, daß absolut jeder Übergang richtig schlecht war. Irgendwas muß kaputt gewesen sein, denn jeder DJ mit einem halben Jahr Übung hätte irgendwann einen Übergang geschafft.
Das war zweifellos ein Abend, den wir nicht so schnell vergessen werden (auch wenn wir es gerne würden)...