Can7 in der Mood-Lounge und Plastik-Funk im Loft-Club
Die böse Vorahnung hatte sich bei mir eingeschlichen, daß dies nicht mein Wochenende werden würde. Ganz im Sinne einer sprichwörtlichen sich selbst erfüllenden Profezeiung gestaltete sich dann auch mein Abend. Das seichte Partyangebot für diese Nacht warfen nicht gerade Begeisterungsstürme in mir auf. Nach einer nicht ganz einfachen Entscheidungsfindung waren wir auch schon auf dem Weg nach Karlsruhe in die Mood-Lounge zu Can7. Beides hatte meine Neugier schon etwas angeregt. Als negatives Kriterium fiel ganz klar ins Gewicht, daß der Laden schon um vier zu machen wollte. Deswegen planten wir dann noch einen abschließenden Besuch im Loft ein, um die Nacht nicht zu kurz werden zu lassen. In Karlsruhe angekommen mußte ich feststellen, daß die Location zwar als sehr edel, aber nicht als sehr groß zu bezeichnen war. Die Leute waren nicht ganz das, was wir uns erhofft hatten. Statt ausgeflippten Szeneleuten waren da eher szeneuntypische Leute, die das Feiern nicht erfunden zu haben schienen. Can7 legte auch nicht unbedingt das auf, was ich mir zum feiern gewünscht hätte, aber es war auf jeden Fall mal was anderes, als dieses Alltagsgedudel. Wir beschlossen, den Rest der Nacht im Loft zu verbringen, auch wenn ich mir eigentlich vorgenommen hatte, erst wieder nächste Woche vorbei zu schauen.
Als wir kurz vor drei dann doch im Loft landeten stellte ich mir die Frage, ob wir denn schon die Hauptsache verpasst hätten. Wiedermal nur Rafael Ximenez und Mikio hinter den Turntables und kein JP Rigaud. Auch keine Vocals und Danceperformance by Stella... Ich schraubte meine musikalischen Ansprüche zurück und versuchte alles mitzutanzen, was mir nicht die Galle die Speiseröhre hochtrieb. Nach längerem Stillstand und steigender Frustration war meine Hoffnung dahin. Ich machte mich still und heimlich aus dem Staub. Wäre ich doch blos meinem Vorsatz treu geblieben!
Wie Ihre Euch denken könnt gibts auch diesmal nicht viele Bilder...