Dieser Samstag löste im Vorfeld eigentlich nicht unbedingt eine übermäßige Vorfreude aus. Es war klar, daß ich meine Schreibausdauer den Vormittag über bei einer Recht-Klausur auf die Probe stellen würde und für das Abendprogramm hatte sich bis dahin noch noch nichts ergeben, was mich vom Hocker hätte reißen können. Nachdem sich der Krampf in meiner rechten Hand so langsam wieder löste, war es Zeit, endgültige Pläne für den Abend zu schmieden. Durch nen Kumpel hatte ich dann erfahren, daß im Robert Johnson / MTW eine Party steigen würde, deren Aufgebot alles andere an diesem Wochenende in den Schatten stellen würde. Ich kann Euch leider nicht mehr sagen, wer alles auf den drei Floors gerockt hat, aber Ihr könnt sicher sein, daß Ihr von einigen zumindest schonmal den Namen gehört habt!
In der Schlange mußten wir in unsren dünnen Hemdchen zum Glück nicht lange stehen, sonst wär das Klappern der Zähne vielleicht noch zu laut geworden. Nach Sichtung des Eintrittspreises bestand keine Gefahr mehr, daß meine Zähne hätten aufeinanderprallen können, weil mir erstmal die Kinlade runtergefallen ist. Plötzlich wurde jegliches Verlangen, am Abend etwas trinkbares zu erwerben im Keim erstickt. Aber egal! Mein erster Besuch im RoJo und MTW durfte ja ruhig auch etwas kosten. Vor allem bei dem Aufgebot! Leider mußten wir feststellen, daß ganz Frankfurt und Umgebung nach Offenbach gekommen war um hier zu feiern. Es waren also nicht nur die ganzen Feierleute der Region da, sondern auch die, die es gerne wären. Mühsam kämpften wir uns immer wieder mal durch die Menschenmassen und pendelten zwischen den drei Tanzflächen. Überall war eine dermaßen geile Musik zu hören, daß man den Laden am liebsten auseinander genommen hätte, um ein kleines Stückchen Platz zu ergattern. So einen vollen Club hab ich wirklich (wenn überhaupt) schon Jahre nicht mehr erlebt. Für uns war es die absolute Höchststrafe, bei einer derart treibenden Beschallung nicht die Fetzen fliegen lassen zu können. Wenn sich doch eine kleine Lücke ergeben hat, mußte man sofort lostanzen, denn es war klar, daß sie in wenigen Sekunden wieder zugeschoben wird. Meine Hauptbewegung bestand darin, die Leute durchzulassen (die den Platz natürlich gleich nutzten und genau dort stehen blieben). Auch wenn sich für die Musik der Entritt und die Anfahrt gelohnt haben, war es doch etwas frustrierend, sich in einem vollgestopften Club, von Leuten, die nicht nur erste Wahl waren, hin und her schieben zu lassen. Trotzdem machte sich aber eine gute Stimmung breit und die Leute feierten. Ein Blick in die Augen der meisten machte mir klar, daß für ausdauer gesorgt war und die Chancen auf ein Plätzchen nicht gerade wuchsen. Von der Location selbst hab ich leider nicht so viel gesehen, aber die ist ja auch nicht sooo wichtig, wie die Leute und die Musik.