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Villa drei: Richard Dorfmeister
MS Connexion: Heimspiel ....
Samstag:
Der Samstag; mein Hauptfeiertag... Leider setzte sich das traurige Partyangebot auch am Samstag fort. Auch wenn ich Richard Dorfmeister nicht so ganz einordnen konnte, beschloss ich, doch wieder in die Villa drei zu gehen. Der Österreicher soll ja einer der Großen sein... Ich hatte es nicht besonders eilig, dort hin zu kommen und sammelte auf dem Weg noch den Einen und die Andere auf, um ein bisschen Unterhaltung auf dem "langen" Weg in die Villa zu haben. Scheinbar war der Name anderen geläufiger als mir, denn der Laden war voll und trotzdem war noch eine Schlange da, in der wir uns einreihten. Die Warterei konnte beginnen. Während sich einige mit unwitzigen Sprüchen die Zeit vertrieben versuchte ich meinem Körper einzureden, daß es doch garnicht kalt sei. Nach kurzer Wartezeit (ca. einer Stunde) durfte dann zumindest mal der eine Teil unsrer Gruppe rein. Ich durfte noch ein Bisschen frieren. Aus der Luft sah ich bestimmt aus, wie ein Strömungsbrecher, der die Wellen der Türsteherbekanntschaft und Mädels etwas beim Eintreten verwirbelte. Irgendwann war es dann doch geschafft! Ich stand an der Kasse und versuchte mit meinen steifgefrorenen Fingern den Eintritt zu bezahlen. "Nichts wie rein, wo es wärmer ist" dachte ich mir und machte mich auf die Suche nach den Anderen. Nachdem meine Ohren dann langsam wieder aufgetaut waren, stopfte ich mir schnell etwas in die Ohren, in der Hoffung das nicht mit anhören zu müssen. War das wirklich Richard Dorfmeister??? War da überhaupt ein DJ????? Oder hat die Villa aus Kostengründen einen Plattenspieler und ein Mischpult verkauft? Etwas schlechteres hab ich in meinen XX Jahren Clubbing noch nicht gehört. Die Übergänge, die er zumindest versucht hat konnte man an einer Hand abzählen und entscheiden, was er spielen wolle konnte er sich wohl auch nicht. So einen furchtbaren Mischmasch gibts auf keiner CD! Ich hoffe ja wirklich, daß es sich irgendwann herausstellt, daß es garnicht Dorfmeister war, sondern irgend ein Landstreicher, der mal kurzer Hand hinter das Mischpult gestellt wurde. Da sich bei uns schon eingebürgert hat, an schlechten Abenden einfach nur Blödsinn zu veranstalten, hätten wir an diesem Abend wohl im Zirkus auftreten können. Die Bilder von unsrer rumkasperei werdet Ihr natürlich nicht zu Gesicht bekommen! *g*

Sonntag:
Sonntag weggehen? Warum nicht; wenn der Montag ein Feiertag ist... Das MS Connexion lud zum Heimspiel mit einer armlangen Liste an Künstlern, die uns auf vier Floors einheizen sollten. Nach dem Samstag kann man ja nichts falsch machen, also nichts wie hin! Parken in der Pampa?! Kein Problem, ich wußte ja inzwischen, wie man richtig friert. Der Andrang wurde Vorbildlich bewältigt und so gab es - bei mir zumindest - keine richtige Wartezeit am Eingang. Auch wenn drin schon gut was los war, gab es noch ausreichend Platz, um mit dem Arsch hin und her zu schwingen. Bald wurde mehr aus der Schwingerei, denn die progressiven Klänge mit dem dominanten Beat rissen einfach mit. Ich pendelte ein paar mal zwischen dem kleinen Techno-Floor nebenan und dem großen Floor hin und her und konnte mich nicht so richtig entscheiden, wo es mir besser gefällt. Ich entschied mich dann für die etwas langsameren Beats. Meine Knochen trugen es mir sowieso schon nach, daß ich schon den dritten Tag unterwegs war. Mit vielen bekannten Gesichtern und guter Musik feierte ich dann bis ich kein Licht mehr auf dem Heimweg brauchen würde...
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