Schon war die Arbeitswoche wieder beendet und die Zeit gekommen, die Partylandschaft zu erkunden. Auch wenn nichts angeboten wurde, was mich hätte im Kreis springen lassen, war doch genug geboten, um die meisten zufrieden zu stellen. Während sich andere entschieden, sich von bekannten Künstlern mit noch bekannteren Tracks beschallen zu lassen, beschloss ich mal wieder einen Ausflug ins Ungewisse zu starten. Ich konnte bis dahin weder mit dem Namen "Optimo", noch mit "K.I.M." etwas anfangen. Das Robert-Johnson war für mich die richtige Location, um mich in unbekannte Musikwelten zu stürzen. Trotz einer gewissen Planlosigkeit zu Beginn des Abends schaffte ich es noch vor zwölf ins RoJo, um mir die Entrichtung des Eintrittpreises zu ersparen. Das war mein dritter Besuch im offenbacher Club und bisher war die Einrichtung jedes mal anders aufgebaut. Auch wenn die Lokalität nicht leergefegt war, konnte man auch nicht sagen, daß sich die Leute an die Decke hängen mußten, um Platz zu haben.
Zum WarmUp wurden sehr ungewöhnliche musikalische Häppchen serviert, die nur schwer in Bewegung umgewandelt werden konnten (auch weil ein bisschen der Fluß fehlte). Doch bald war der Hauptgang angerichtet und es ging erstmal richtig progressiv zu Sache. Die feierwilligen fanden sich langsam aber sicher auf der Tanzfläche ein, um zu minimalistischen Elementen und drückenden Beats den Kreislauf in Fahrt zu bringen. Freunde des allgemeinverträglichen Musikgenusses kamen auch (mehr oder weniger) auf ihre kosten, denn vom PC gabs bekannte sampels untermauert mit treibenden Beats und Elementen, wie man sie von Richie Hawtin kennt. Jeder der vinyldrehenden Künstler brachte sich mit seinem eigenen Stil ein, was den Abend richtig abwechslungsreich werden ließ. Von minimalistischen Klängen bis hin zu den Kinderschuhen des House gabs einiges zu hören. Auch wenn die Musik gegen Ende der Nacht nicht mehr ganz mit meinem Geschmack konform lief und ich meine sieben Sachen packte, war die musikalische Darbietung die Reise nach Offenbach wert.