Tiefschwarz
Die Erschöpfung nach meiner Chinareise kostete mich dann leider doch den Ausgehfreitag und somit mein eigentliches Highlight für dieses Wochenende. Wie gern hätt’ ich Bad Boy Bill gehört (wer 36 Lieder in eine 74 min Mix-CD packen kann hat wohl einiges auf dem Kasten). Naja, es hat halt nicht sollen sein…
Für den Samstag bot sich ja auch eine gute Feiergelegenheit. Tiefschwarz im Robert-Johnson war für mich ganz sicher die Reise nach Bad Offenbach wert. Nachdem ich meine samstägliche Bastelei am Auto unterbrochen hatte (und mich gebührend auf die Feierei vorbereitet hatte) gings ab in Richtung Norden. Ohne besondere Vorkommnisse auf der Hinfahrt kam ich dann noch vor der Geisterstunde am Ziel an. Auf dem Parkplatz war ich dann doch etwas erschrocken, über die Musik, die meine Ohren da belästigte. Ich baute die Hoffnung auf, dass da einer im Auto noch ein bisschen die Radio-Hits anhören würde. Drin hätte man mich beobachten können, wie ich erleichtert durchatmete. Während ich die groovenden amerikanischen und Chicago-Beats von der Mix-CD hörte, kam ich bei einer groben Abschätzung der Anwesenden auf den Gedanken, einer der ersten zehn zu sein. Da aber das WarmUp noch nichtmal begonnen hatte und ich die Startphase des Ro-Jo mittlerweile ein bisschen kannte, verursachte diese Leere keine panischen Vorhersagen. Schon als die musikalische Aufwärmphase wirklich begonnen hatte und die Musik immer treibender wurde war eine kontinuierliche Füllung der Location zu beobachten. Mittlerweile hatte ich auch herausgefunden, dass die - auf dem Parkplatz gehörte - Musik von einer Beachparty am anderen Ufer stammte. Irgendwie war ich schon froh, auf dieser Seite zu feiern. Die Musik wurde von Lied zu Lied treibender, etwas härter und auch bassbetonter und lud immer mehr Menschen ein, die Hüften zu schwingen. Als die Gebrüder Schwarz dann in ihre Plattentaschen griffen, fuhren sie die Intension erst wieder etwas zurück, da es schwer gewesen wäre, den Aufwärtstrend beizubehalten. Bald schon bretterten aber auch sie mit ihren groovigen Tech-House-Beats etwas mehr und zogen so große Menschenmassen auf die Tanzfläche, dass für mich nur die Flucht in weniger bevölkerte Regionen blieb. Ich nutzte jeden Platz der sich mir bot (und wenn er meist auch nur temporär war), um meiner Freude über die gute Musik Ausdruck zu verleihen. Hartnäckig hielten sich die Leute im Robert-Johnson, aber ich gehörte auch nicht unbedingt zu den Frühgehern. Die Tatsache, bis kurz nach sieben geblieben zu sein, bescherte mir doch noch die ein oder andere Minute des freien Tanzes. Die Künstler waren gegen Ende zwar auf die Cut-Mix-Technik übergegangen, aber das störte nicht weiter. Die Musik war den ganzen Abend über eher beatbetont.
Mit der prallen Sonne im Gesicht und geöffnetem Schiebedach traten wir in aller Gemütsruhe die Heimfahrt an. Auf der Autobahn warteten allerdings auch schon zwei Kollegen der grün-weißen Zunft auf uns, um uns auf der Heimfahrt etwas Abwechslung zu gönnen. Meine chronische Zitterei und meine Sonnenbrille (und vielleicht auch die Tatsache so spät erst vom Feiern heimzufahren) veranlassten die freundlichen Helfer bei mir einen Drogentest durchzuführen. Leider gestatteten sie uns nicht, den Vorgang zu fotografieren…

Da meine Cam die Chinareise nicht ganz verkraftet hat, sind die Bilder diesmal von einem Kumpel. Nico, DANKE!